Pferde- Akupunktur
Die Akupunktur ist ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. So gehören vor allem auch Qigong und Phytotherapie zu dieser Präventionsmedizin dazu. Die ersten bekannten Aufzeichnungen zur Akupunktur reichen bis ins 2. Jahrhundert vor Christus zurück. Bereits 900 v. Chr. gab es auch erste Hinweise zur Akupunktur bei Pferden.
Das Wort Akupunktur setzt sich zusammen aus "acus" = Nadel und "pungere"= stechen. Ursprünglich wurde die Akupunktur als "Shen Shiu" = stechen und brennen bezeichnet. So gibt es heute neben dem klassischen Einstechen der Akupunkturnadeln und auch Moxen (Erhitzen von Akupunkturpunkten mit chinesischem Beifuß) die Möglichkeit der Akupunktur mittels Laser.
Den meisten sind die beiden Gegensätze Yin und Yang bekannt, die jedoch ohne einander nicht können und sich gegenseitig bedingen. So sorgt die Akupunktur für den gleichmäßigen Fluß der Energie im Körper, um Yin und Yang im Gleichgewicht zuhalten. Ist der Energiefluß gestört, kann es zu Krankheiten kommen. Die chinesische Medizin kennt jedoch nicht die Krankheitsbilder der westlichen Medizin. Die chinesische Medizin sieht den Organismus als Ganzes. So gehören auch die Umwelteinflüsse unter denen gelebt wird genauso dazu, wie die Ernährung und die Bewegung. Die Psyche und das bisher Erlebte beeinflussen den Organismus genauso, wie körperliche Beschwerden als solches. Daher ist eine Anamnese in der chinesischen Medizin auch sehr umfassend.
Die chinesische Medizin zielt auf die Prävention ab, während unsere westliche Medizin meist erst bei ernsten Beschwerden eingreift. Aber genau darum ergänzen sich beide so hervorragend. Die Akupunktur, als Bestandteil der chinesischen Medizin, kann so sehr gut begleitend bei Erkrankungen angewendet werden, aber wirkt auch hervorragend bei chronischen Erkrankungen oder körperlicher Erschöpfung und Schmerzen.
Ich wende die klassische Nadel- Akupunktur mit ihren bis zu 361 Akupunktupunkten, auch mittels moxen (Moxa- Zigarren) beim Pferd an.
Die Akupunktur kann z. B. bei Hufrehe, PPID (ehem. Cushing), alten / erschöpften Pferden, chronischen Atemwegserkrankungen, Schmerzen im Muskel-/ und Gelenksbereich oder chron. Lahmheiten Linderung bringen. Je nach Beschwerdebild kann eine einzelne Sitzung ausreichen oder aber auch eine längere Therapie notwendig sein. Akupunktur kann zerstörtes nicht reparieren (Brüche, Muskelrisse, arthrotische Veränderungen), unter Umständen aber Linderung verschaffen.
In jedem Fall müssen auch immer die Haltung, Ernährung/ Ernährungszustand, Bewegung, Equipment, etc. in die Therapie mit einbezogen werden!
